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Was ist typisch? Typisch ist eine
Verallgemeinerung von etwas, was häufig vorkommt und man als
Vorurteil auf alle/s bezieht, aber natürlich keine Norm ist. So
geht es jeder Nation, jedem Land und Irland ist da keineswegs
ausgeschlossen.
Die Insel
der Schafe hat zumindest in der Region Meath ebenso viele Kühe
bzw. Rinder. Von der Schwarz-Weißen
bis zu schokobraun und der zartbeigen ist hier alles vertreten
was zur Rinderfamilie gehört.
Die rothaarigen
Iren gibt es auch, aber sind auch hier eine Ausnahme, die
vielleicht etwas häufiger vorkommt als woanders. Besonders bei
Kindern sieht es reizvoll aus, wenn sie rote Locken haben und
Sommersprossen um lachende helle Augen. Doch viele Iren haben
dunkle Haare und blaue Augen.
Die Ire und der
Alkohol... sind ein interessantes Thema. Da gibt es die einen,
die jeden Abend im Pub sitzen und ihre Pinte Guinness kippen,
aber da gibt es auch einen extrem hohen Prozentsatz der
überzeugten Abstinenzler.
Das erzkatholische
Irland ist hier genauso katholisch wie in anderen Ländern. Sie
rennen nicht jeden Tag in die Kirche und leben streng nach der
Bibel. Sie gehen vielleicht etwas häufiger zur Sonntagsmesse,
natürlich Weihnachten und Ostern. Aber sie sind im täglichen
Leben nicht von der Religion abhängig, haben vielleicht etwas
andere Moralvorstellungen, die aber gerade in der heutigen
Jugend schon den europäischen Freiheits-Vorstellungen
angeglichen sind. Gesetzlich ist es hier genauso geregelt wie in
den meisten katholischen Ländern.
Inselmenschen
werden oft als 'beschränkt' denkend gesehen. Die Iren sind
extrem offen anderen Kulturen, Religionen und Verhaltensmustern
gegenüber - sofern sie nicht ihr eigenes Leben beeinflussen.
Letzteres ist aber auch ein 'normales' Verhalten.
Mit der Zeit haben
sie ein südländischen Verhalten. Was jetzt nicht ist, ist
vielleicht Morgen, Übermorgen? Aber bestimmt irgendwann. Möchte
man, dass ein Ire etwas tut, dann sollte man ihn doch öfters mal
daran erinnern. Nicht dass er es vergisst, aber es kommt immer
wieder was dazwischen.
Gastfreundlich sind
die Iren. Das darf man denn ausnahmsweise wörtlich nehmen. Sie
sind immer hilfsbereit und wenn man nach einem Weg fragt, kann
man sicher sein, dass alle 10 Möglichkeiten ausführlichst
beschrieben werden. Zur Not fragt man noch den Nachbarn, ruft
wen an, ob noch etwas vergessen wurde. Auch im Straßenverkehr
sind sie sehr freundlich. lassen immer einscheren und achten auf
die 'Etikette'.
Das Verhältnis zum
Regen ist interessant. Da es hier etwas häufiger regnet als
anderswo in Europa, muss man sich auch darauf einstellen -
zumindest wenn man damit lebt. Das heißt in der Praxis, dass der
Regen nur wahrgenommen wird, wenn es ein richtiger Platzregen
ist. Man stellt sich dann kurz unter, liest seine Zeitung und
geht danach weiter, als sei nie ein Tropfen vom Himmel gefallen.
Über Wetter redet der Ire selten - es gibt interessanteres. |