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Die Region Meath ist das Herz
Irlands und daher ist deren Geschichte auch weitgehends mit der
der gesamten Insel identisch. Meath wird heute noch als das
'Royal County' – das Königsland – bezeichnet, weil hier
Jahrhunderte die Könige ihren Sitz hatten. Die ersten grossen
Kulturen in der Jungsteinzeit siedelten hier, die wohl eines der
beeindruckendsten und rätselhaftesten Bauten hinterliessen:
die Ganggräber und Kultstätten von
Newgrange. Sie wurden noch
500 Jahre vor den Pyramiden und den Megalithen in Stonehenge
errichtet und haben eine perfekte Himmelsausrichtung. Der
Königssitz in
Tara wurde um 130 n. Ch. gegründet und hatte unter
seiner Herrschaft die heutigen Regionen Meath, Westmeath, Cavan
und Longford. Hier herrschten die Hochkönige, aber auch die
Druiden, spirituelle Führung der Kelten, hatten ihren
Hauptwirkungkreis hier.
Nach dem Einzug des Christentums
herrschten die Hochkönige noch bis 1172, doch deren Nachfolger
bezeichneten sich noch als Könige bis ins 15. Jahrhundert.
1172 gab Heinrich II. Teile
Irland an seine normannischen Ritter – Meath ging an Hugh de
Lacy -, um die Kontrolle über das Land zu bekommen. Es wird der
sogenannte 'Pale' verhängt. Dieser bestand darin, dass ein
gewisses Gebiet unter strenger Kontrolle Englands blieb und
teilweise sogar mit Pfahlzäunen und Grenzbewachungen
'abgesichert' wurde. Das Gebiet zog sich um Dublin von
Drogheda über Kells, Trim nach Leixlip.
1543 wird das ursprüngliche
Gebiet von Meath in das heutige Westmeath und Meath aufgeteilt.
Seit dem 17. Jahrhundert ist es
nur noch eine Grafschaft.
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